Entencassoulet „Mas l’Epicure“
- epicure-vaucluse
- 20. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Wenn der Klassiker festlich wird
Wir alle lieben das klassische Boeuf bourguignon für seine Tiefe und Gemütlichkeit. Doch was passiert, wenn man diese Schmor-Philosophie nimmt und sie für die ganz besonderen Tage im Jahr neu interpretiert?
Mein Entencassoulet „Mas l’Epicure“ ist ein

e stark abgewandelte, elegante Version des französischen Klassikers.
Wir verzichten hier bewusst auf die rustikalen Bohnen und ersetzen sie durch feinen Fenchel, hauchdünne Kartoffelscheiben und einen edlen Schuss Wermut. Gekrönt wird das Ganze von einer knusprigen Walnuss-Brot-Kruste, die dem Gericht eine wunderbare Textur verleiht.
Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich festliches Schmorgericht, das durch die Kombination aus Ente und Weißwein deutlich feiner daherkommt als sein „großer Bruder“ aus dem Burgund.
Es ist das perfekte Essen für die Feiertage: Es lässt sich wunderbar vorbereiten, füllt das Haus mit einem unwiderstehlichen Duft und sieht im Bräter auf der Festtafel einfach fantastisch aus.
Dazu ein guter Rotwein, zum Dippen frischer Baguette, eine festliche Tafel mit Freunden oder aud dem Sofa am Kamin.
Et voilà ...🇫🇷
Entencassoulet „Mas l’Epicure“
Die festliche Interpretation ohne Bohnen
Für 6 Personen
⏱️ Zeit
Vorbereitung: ca. 30–40 Min.
Schmorzeit: ca. 1,5–2 Std.
Optional: 1 Tag im Kühlschrank durchziehen lassen – dann wird es noch besser
🛒 Zutaten
Für das Entencassoulet
🍅 2 Fleischtomaten🦆 1 Entenbrust und 4 Entenkeulen🧂 Salz⚫ Schwarzer Pfeffer aus der Mühle🫒 2 EL Olivenöl🥕 2 Möhren🧅 2 Zwiebeln🧅 1 große Stange Porree (Lauch)🧄 2 Knoblauchzehen🌿 1 Zweig frischer Rosmarin🥣 400 ml Geflügelfond aus dem Glas🍷 400 ml trockener Weißwein🥃 100 ml Wermut (z. B. Noilly Prat)🥔 500 g festkochende Kartoffeln🥬 3 mittelgroße Fenchelknollen🍞 2 Scheiben altbackenes Weizenbrot🥜 75 g Walnusskerne
Unbedingt einplanen
🍷 Ein Glas gut gekühlten Weißwein einschenken – auf die Festtage!
👩🍳 Zubereitung
1. Vorbereitung & Schnippelarbeit
Backofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen.
Entenbrust und -keulen abspülen, trocken tupfen, kräftig mit Salz und Pfeffer einreiben.
Tomaten würfeln. Möhren, Zwiebeln, Porree und Knoblauch fein zerkleinern.
Fenchel putzen und in Spalten schneiden. Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln.
2. Das Fleisch anbraten
In einem großen Bräter das Olivenöl erhitzen.
Entenstücke darin rundum kräftig anbraten. Das Fleisch herausnehmen und das überschüssige Fett bei Bedarf abgießen.
3. Das Gemüse-Bett bereiten
Möhren, Zwiebeln, Porree und Knoblauch im Bräter kurz mitdünsten.
Tomatenwürfel hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und dem Rosmarinzweig würzen.
Die Entenstücke wieder auf das Gemüse setzen.
4. Die erste Schmorrunde
Die Hälfte des Geflügelfonds und des Weißweins zugießen.
Den Bräter abdecken und für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben.
5. Schichten für das Finale
Den Bräter kurz herausnehmen. Fenchelspalten unter das Gemüse heben.
Die Kartoffelscheiben fächerförmig obenauf verteilen.
Den restlichen Fond, Wein und den Wermut darübergießen, sodass die Kartoffeln fast bedeckt sind.
Weitere 1 Stunde und 10 Minuten im Ofen schmoren lassen.
6. Die goldene Kruste
Brot fein reiben, Walnüsse hacken und beides mischen.
Die Mischung über das Cassoulet streuen.
Ohne Deckel ca. 15–20 Minuten fertig backen, bis die Kruste herrlich knusprig ist.
🍽️ Servieren
Serviere das Cassoulet direkt im Bräter. Die Kombination aus der zarten Ente, dem feinen Fenchel und der nussigen Kruste ist ein echtes Festessen, das ganz ohne schwere Beilagen auskommt.
🍷 Ein festlicher Genuss – Guten Appetit!


Von der Bauernküche zum Festessen: Entencassoulet vom Mas l’Epicure
Wenn im Winter der Nebel tief in den Zeilen der Weinberge hängt und die Hände der Winzer nach einem langen Tag im Rebschnitt kalt und müde sind, beginnt im alten Mas l’Epicure die Arbeit in der Küche.
Auf dem Land, von dem mein Mas umgeben ist, hat das Cassoulet seine Wurzeln – ein Gericht, das seit dem 14./15. Jahrhundert im Südwesten Frankreichs die Tische der Weinbauern füllte.
In den Dörfern rund um Castelnaudary und Toulouse landeten einst weiße Bohnen, etwas Enten- oder Schweinefleisch und Würste in der schweren Cassole, jenem Tontopf, der dem Cassoulet seinen Namen gab.
Stundenlang schmorte alles am Rand des Herdfeuers, während draußen in den Weinbergen gearbeitet wurde. Am Abend saßen alle an einem großen Tisch, der Eintopf dampfte, und ein einfacher, kräftiger Wein aus den eigenen Reben begleitete das Mahl.
Auf dem Mas l’Epicure, einem alten Mas mitten im Wein, knüpfe ich an diese Tradition an –
und ich erzähle sie weiter.
Mein Entencassoulet „Mas l’Epicure“ ist eine bewusst festliche, stark abgewandelte Variante:Ohne Bohnen, dafür mit zarter Ente, Fenchel, feinen Kartoffelschichten, Weißwein, Wermut und einer knusprigen Walnuss-Brot-Kruste.
Es trägt noch die Seele der bäuerlichen Küche in sich, ist aber leichter, eleganter und wie gemacht für Feiertage, an denen ich hier die Arbeit der Weinbauern und die Geschichte des Hauses feiern möchte.
So wird aus dem alten Winzereintopf ein Gericht, das die Vergangenheit ehrt und gleichzeitig nach heute schmeckt: ein Entencassoulet ohne Bohnen, das nach Kaminfeuer, Rebschnitt, Kellerarbeit – und einem Glas gutem Wein vom Mas l’Epicure duftet.





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