Vacqueyras entdecken: Bio-Wein, Vignerons und Genuss rund um Mas l’Epicure
- epicure-vaucluse
- 11. Juli
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Juli

Zu Gast im Rebenmeer: Warum ich Vacqueyras liebe und welche Weingüter ich empfehle
Wenn ich morgens im Mas l’Epicure die Fenster öffne, brauche ich nur einen einzigen Blick nach draußen, um zu wissen, warum ich diesen Ort so liebe.
Noch liegt Ruhe über dem Garten. Vielleicht ist die Luft nach einer warmen Nacht schon weich, vielleicht weht der Mistral durch die Bäume.

Gleich hinter unserem Garten beginnen die Weinberge von Vacqueyras – mitten im südlichen Rhône-Tal. Reben so weit das Auge reicht, die Dentelles de Montmirail in der Ferne – und dieses Licht, das es nur in der Provence gibt.
Für viele Gäste ist Vacqueyras zunächst ein Name auf einer Weinflasche. Für mich ist es mein Zuhause seit 2021, eine Landschaft, die jeden Tag anders aussieht: mal golden und still, mal vom Wind bewegt, mal trocken und staubig unter der Sommersonne.
Wer hier Urlaub macht, kommt oft wegen der Provence: wegen der Dörfer, der Märkte, des guten Essens und der Sonne.
Viele möchten aber auch wissen, was hinter den Weinen dieser Region steckt.
Wer macht sie?
Wie arbeitet ein Winzer hier?
Und weshalb schmeckt ein Vacqueyras so unverwechselbar?
Gern gebe ich meinen Gästen meine persönlichen Empfehlungen für Weingüter in Vacqueyras und Umgebung.

Je nach Interesse nenne ich passende Adressen oder stelle, wenn möglich, einen ersten Kontakt her.
So wird der Besuch bei einem Vigneron zu einer schönen, ganz persönlichen Entdeckung.
Ob eine Weinprobe in Vacqueyras, ein biologisch arbeitendes Weingut oder ein Ausflug in Richtung Gigondas, Séguret, Roaix oder Mont Ventoux – ich teile gern meine Empfehlungen für einen genussvollen Tag in unserer Region.

Vacqueyras: ein Weinort mit Seele
Vacqueyras liegt im südlichen Rhône-Tal, umgeben von bekannten Weinorten wie Gigondas, Séguret, Roaix und Châteauneuf-du-Pape. Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charakter und ist einen Besuch wert.
Châteauneuf-du-Pape ist weltberühmt, Gigondas liegt eindrucksvoll am Fuß der Dentelles de Montmirail.
Doch Vacqueyras hat für mich etwas sehr Eigenes: große Weine und zugleich eine angenehme Bodenständigkeit.
Ein Glas Weißwein im Sonnenuntergang über den Weinbergen von Vacqueyras – pure Entspannung und Genussmoment auf der Terrasse des Mas l’Epicure.🍷

Seit mehr als fünfzig Jahren wird der Wein hier beim Weinfest von Vacqueyras gefeiert. Wein gehört hier seit Generationen zum Dorf, zu den Familien und zum Alltag.

Die Rotweine von Vacqueyras sind meist kräftig und würzig, geprägt von Grenache, Syrah und Mourvèdre. Sie duften nach reifen Früchten, Kräutern der Garrigue, Pfeffer und warmer Erde. Und auch wenn ich selbst lieber einen frischen Weißwein oder Rosé trinke, fasziniert mich die Welt der Weine hier jeden Tag. Denn sie erzählt so viel über die Landschaft, aus der sie kommen.
Bio-Wein aus Vacqueyras: Weinbau direkt vor unserer Haustür
Wenn ich aus dem Garten auf die Reben schaue, ist mir eines besonders wichtig: Diese Landschaft ist nicht nur schön, sie wird vielerorts mit großem Respekt bewirtschaftet.
Viele meiner Nachbarn des Bio-Weins in Vacqueyras und der näheren Umgebung bewirtschaften ihre
Bio-Weinberge biologisch und aus Überzeugung ökologisch.

Für unsere Gäste ist das ein schönes Gefühl: Sie verbringen ihren Urlaub in einer Umgebung, in der Boden, Pflanzen und Natur eine wichtige Rolle spielen. Im biologischen Weinbau werden keine chemisch-synthetischen Unkrautvernichter eingesetzt.
Das ist für mich ein wichtiger Teil des Respekts gegenüber dieser Landschaft.
Wenn ich von Bio-Weinbau spreche, meine ich allerdings nicht, dass im Weinberg gar nichts getan wird. Im Gegenteil: Für meine Nachbarn bedeutet Bio oft mehr Aufmerksamkeit und viel mehr Handarbeit.
Statt chemisch-synthetischer Unkrautvernichter wird der Boden mechanisch bearbeitet, die Begrünung zwischen den Rebzeilen gepflegt und jede Rebe genau beobachtet.
Kommt der Mistral rechtzeitig und trocknet die Reben? Bleibt es feucht? Das sind Fragen, die Winzer draußen in ihren Weinbergen entscheiden müssen.
Gerade deshalb habe ich so viel Respekt vor den Vignerons in meiner Nachbarschaft: Sie arbeiten nicht gegen die Natur, sondern jeden Tag mit ihr.
Der Mistral, alte Reben und ein langer Blick nach vorn
Der Mistral gehört zu Vacqueyras wie die Reben selbst. Nach Regen ist er ein wertvoller Verbündeter: Er bringt klare Luft und trocknet die Blätter.
Doch die Natur bleibt unberechenbar. Hitze, lange Trockenheit, Frost im Frühjahr oder Hagel können eine Ernte innerhalb kurzer Zeit verändern.
Deshalb sieht man immer wieder, dass Winzer größere Flächen roden und neu bepflanzen.
Das ist kein schneller Neubeginn, sondern eine Entscheidung, die viel Aufwand, Zeit und Geduld verlangt. Alte oder geschwächte Rebstöcke werden ersetzt, und bei neuen Pflanzungen wird darauf geachtet, welche Reben mit trockeneren Sommern besser zurechtkommen könnten.
Gerade junge Reben brauchen in den ersten Jahren besondere Pflege. In heißen und trockenen Sommern müssen sie teilweise bewässert werden, damit sie anwachsen und kräftige, tiefe Wurzeln bilden können. Bis aus einer frisch bepflanzten Fläche wieder ein tragfähiger Weinberg wird, vergehen viele Jahre.
Daneben stehen die alten Rebstöcke, die ich besonders schätze.
Viele Reben in unserer Umgebung sind 40, 60 oder sogar über 80 Jahre alt. Sie sind knorrig und unregelmäßig. Ein solcher Weinberg sieht nicht immer so geschniegelt aus wie eine junge Anlage – manchmal wirkt er fast ein wenig wild.
Doch gerade diese alten Reben sind kostbar. Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden, was ihnen helfen kann, trockene Zeiten besser zu überstehen. Sie tragen meist weniger Trauben, dafür aber oft Trauben mit einer besonderen Konzentration.
Weingüter, Begegnungen und kleine Geschichten
Ich empfehle meinen Gästen gern Weingüter, die ich selbst schätze und die gut zu einem Ausflug in Vacqueyras und Umgebung passen.
Montirius, Garrigue, Aurea und Cardelines zeigen wunderbar, wie vielfältig die Weinwelt unserer Region ist.
Manchmal liegt ein Weingut nur wenige Minuten entfernt. Manchmal wird der Besuch zu einer schönen Fahrt durch die Weinberge – Richtung Gigondas, Séguret, Roaix oder Mont Ventoux. Gerade diese Wege gehören für mich zum Erlebnis: die kleinen Straßen, die Zypressen, die Dörfer und immer wieder die Reben.

Und dann gibt es Geschichten, die einen Wein noch persönlicher machen. Auf dem Weg zum Mont Ventoux liegt Château Valcombe. Dort gibt es einen Wein mit dem Namen Epicure.
Der Name geht auf eine „Epicure“-Zigarre zurück, die der Winzer einst in Kuba genossen hat.

Als ich davon hörte, musste ich natürlich lächeln: ein Wein namens Epicure – und Mas l’Epicure.
Denn Épicure steht für mich nicht nur für gutes Essen, einen besonderen Wein oder die schönen Dinge des Lebens.
Seine Philosophie erinnert daran, bewusst zu leben, die einfachen Freuden zu schätzen, Zeit mit lieben Menschen zu teilen und innere Ruhe zu finden.
Genau dieses Gefühl wünsche ich mir für meine Gäste: ankommen, durchatmen, gut essen, die Landschaft genießen und für eine Weile einfach den Moment leben.
Solche Geschichten machen Wein für mich lebendig. Hinter jeder Flasche stehen nicht nur Rebsorten und Jahrgänge, sondern Menschen, Erinnerungen und ein Stück dieser Landschaft.
Wein genießen – auch ohne Sprachbarrieren
Manche meiner deutschen Gäste fragen mich, ob sie für eine Weinprobe perfekt Französisch sprechen müssen. Meine Antwort ist: Nein, lassen Sie sich davon nicht abhalten.

Ein Lächeln, Neugier und gemeinsames Probieren sind oft die beste Sprache. Viele Winzer sind Besucher gewohnt. Und wer aufmerksam verkostet, merkt schnell: Wein erklärt sich auch durch Duft, Geschmack, Gesten und den Blick in den Weinberg.
Wenn Sie im Mas l'Epicure wohnen, nenne ich Ihnen gern Weingüter, die zu Ihrem Geschmack und zu Ihrem geplanten Tag passen – ob Sie Bio-Wein kennenlernen, einen kleinen persönlichen Besuch machen oder einen Ausflug in Richtung Mont Ventoux planen möchten.
Mein Vacqueyras für Sie
Ein Aufenthalt im Mas l’Epicure in Vacqueyras ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Weingüter des südlichen Rhône-Tals und die Provence zu entdecken.
Beginnen Sie den Tag mit einem guten Frühstück, fahren Sie durch die Weinberge, besuchen Sie einen Vigneron oder entdecken Sie eines der schönen Dörfer in der Umgebung.
Am Abend kehren Sie vielleicht mit einer besonderen Flasche zurück, setzen sich in unseren Garten oder an den Pool und schauen noch einmal hinüber zu den Reben.
Vielleicht bleibt Ihnen dann nicht nur der Geschmack eines Weins in Erinnerung, sondern auch das Gefühl, für ein paar Tage (nicht nur 1 oder 2 ) wirklich in Vacqueyras angekommen zu sein.
Ich freue mich darauf, Ihnen mein Vacqueyras zu zeigen.






Kommentare