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Die Tulpenfelder Jonquières (Provence): Ein Frühlingsmoment nahe Vacqueyras

  • epicure-vaucluse
  • 28. März
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. März

Es gibt im Frühling in der Provence diese wenigen Tage, in denen alles zusammenkommt: das klare Licht, der Blick zum Mont Ventoux und plötzlich ein Farbenmeer, das man so nicht erwartet.

Handgemalte lila Tulpe als Symbol für die Tulpenfelder Jonquières und das Frühlingserwachen im Mas L’Epicure in der Provence

Die Tulpenfelder von Jonquières, nur wenige Kilometer von Vacqueyras entfernt, gehören zu diesen besonderen Momenten. Was auf den ersten Blick wie ein reines Fotomotiv wirkt, ist in Wahrheit ein faszinierendes Zusammenspiel aus Natur, Erfahrung und einem präzisen landwirtschaftlichen Rhythmus.





Eine Vision aus dem Norden: Die Geschichte der Familie van Dam

Die Wurzeln dieses Farbrausches liegen im kühlen Norden Europas, in den Niederlanden. Dort gründete Henk van Dam im Jahr 1965 gemeinsam mit seinen Partnern Dick Schenk und Aart Bisschop Tullekens das Unternehmen Triflor. Der Name „Triflor“ erinnert noch heute an diese drei Gründer, doch es war die Familie van Dam, die das Unternehmen über Generationen hinweg als reinen Familienbetrieb prägte und zu weltweitem Erfolg führte.

In den 1980er Jahren führte diese Leidenschaft die Familie nach Südfrankreich. Henk van Dam entdeckte in der Provence nicht nur eine Landschaft von großer Schönheit, sondern ein Klima, das der Tulpe völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Mit dem Kauf eines Anwesens in Jonquières begann ein Experiment, das die Welt der Tulpenzucht verändern sollte: die Verbindung von niederländischem Know-how mit der unbändigen Kraft des provenzalischen Terroirs. Heute wird dieses Erbe von der zweiten und dritten Generation weitergeführt, unter anderem durch Erik van Dam, der die Felder mit derselben Hingabe betreut wie einst sein Vater.


Der Zyklus: Von der Zwiebel zur Blüte


Die eigentliche Arbeit beginnt lange vor dem Frühling. Im Oktober und November, wenn die intensive Hitze des provenzalischen Sommers nachlässt, werden die Tulpenzwiebeln etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde gesetzt. Die Zwiebel braucht die winterliche Ruhe und den Kältereiz der Provence – ein Prozess, den Botaniker Vernalisation nennen –, um im Frühjahr die Kraft für den Austrieb zu finden.

Wenn im März die ersten Triebe erscheinen, entfaltet sich eine beeindruckende Vielfalt. Auf rund 16 bis 20 Hektar wachsen etwa 11 Millionen Tulpen in rund 250 verschiedenen Sorten. Klassische Formen stehen neben üppigen, pfingstrosenartigen Blüten und verspielten Papageien-Tulpen. Manche tragen sogar den Namen ihres Ortes, wie die „Jonquières Traditionnelle“ oder die „Jonquières Perroquet“.


Warum die Tulpen hier früher blühen

Durch die intensive Sonne und den Mistral, der die Blätter nach Regen schnell trocknet, sind die Tulpen in Jonquières drei bis vier Wochen früher als in den Niederlanden. Wenn im Norden noch der Frost regiert, wiegt sich hier bereits ein Meer aus Millionen Blüten im Wind. Die Blütezeit liegt meist zwischen Ende März und Anfang April – ein kurzes, intensives Fenster von etwa 10 bis 14 Tagen.


Ein Strauß für zu Hause: Das Erlebnis des Pflückens

Frische Tulpensträuße direkt vom Feld in Jonquières – ein farbenfrohes Souvenir für das Osterfest im Mas L’Epicure in der Provence.

In den freigegebenen Bereichen können Besucher ihren eigenen Strauß zusammenstellen. Das Besondere: Man benötigt kein Messer. Die Tulpen lassen sich mit einem beherzten Griff einfach nach oben abziehen. Die Zwiebel sitzt dabei so fest im Boden, dass sie ungestört an ihrem Platz verbleibt, während man die Blume samt Stiel in den Händen hält. Ein direktes, ehrliches Erlebnis inmitten der Reihen.


Schönheit mit Sinn: Was nach der Blüte geschieht

Kaum haben die Tulpen ihren Zenit erreicht, werden die Blütenköpfe entfernt. Dieser Schritt, das sogenannte Köpfen (étêtage), ist entscheidend für die Zwiebelzucht: Die Pflanze soll ihre Energie nicht in Samen investieren, sondern vollständig in die Zwiebel zurückführen.

Unter der Erde wächst die Zwiebel in den folgenden Wochen, wird stärker und bildet Tochterzwiebeln. Erst im Juni oder Juli, wenn das Laub verwelkt ist, erfolgt die Ernte (das Roden). Die Zwiebeln werden gereinigt, sortiert und getrocknet – bereit für den weltweiten Versand oder die nächste Pflanzung im Herbst.


Eine Landschaft im Wandel

Die Tulpenfelder sind keine feste Kulisse.

Durch die notwendige Fruchtfolge wandern die Flächen von Jahr zu Jahr.

Es ist eine lebendige Landwirtschaft, die im Zusammenspiel mit lokalen Partnern und saisonalen Helfern entsteht.

Neben der Familie van Dam arbeiten vor Ort französische Kräfte und Helfer aus der Region, die diesen Zyklus jedes Jahr aufs Neue begleiten.


Ein Moment der Freude

Am Ende ist es die Einfachheit, die den Besuch so besonders macht.

Das Licht auf den Blüten, der weite Horizont und der Duft des Frühlings.

Während man durch die Reihen geht und seine Farben wählt, hat man stets den majestätischen Mont Ventoux im Hintergrund – ein unbeschwertes Glücksgefühl,, dieser Götterberg.

Ganz im Sinne von Epikur (Phillosoph):

>Der Genuss des Schönen im Hier und Jetzt.<


Praktische Tipps der Tulpenfelder Jonquières: Praktische Tipps & Frühlingsglück 🧥 + 🥾+ 🅿️ + 🧢


Die Felder sind täglich ab 10:00 Uhr geöffnet. Wenn Sie zeitig erscheinen, finden Sie problemlos einen Parkplatz direkt am Gelände – oft wird man dort sogar freundlich eingewiesen.

Da die Tulpen auf echtem Ackerboden wachsen, empfehle ich festes Schuhwerk.

Besonders in diesem Jahr fegt der Mistral 🌬️  kräftig durch das Land. Er sorgt zwar für den strahlend blauen Himmel, kann aber kühl sein – eine Mütze und ein Schal sind daher eine gute Option, um den Aufenthalt in den weiten Feldern unbeschwert genießen zu können.


Frühlingserwachen im Mas l’Epicure




Die Tulpenfelder von Jonquières liegen nur etwa 11 Kilometer von Vacqueyras entfernt.





Wer hier übernachtet, ist nah genug, um den perfekten Moment der Blüte abzupassen, und findet im Mas l’Epicure den idealen Ort, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen und die Blütenpracht zu feiern mit einem schönen Glas und einem abgerundeten Essen, ob von mir gemacht, oder selbst in der Gemeinschaftsküche zubereitet.




Christina vom Mas L’Epicure genießt die Tulpenblüte in Jonquières – ein persönlicher Ausflugstipp für Gäste während der Osterzeit in der Provence.

Für mich persönlich sind Farben wie Weiß, Rosé und zart lila gefranste Tulpen sowie die extravaganten Papageientulpen unwiderstehlich – sie passen perfekt in das Farbkonzept vom Mas l’Epicure.


Es ist eine wahre Freude, sie in den Vasen zu drapieren.


Die Stiele quietschen förmlich vor Frische und wachsen in der Vase zu natürlichen Schönheiten heran.



Ein Osterfest in Farben

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In diesem Jahr haben wir besonderes Glück:

Die Blütezeit fällt perfekt mit den Feiertagen zusammen, und die Felder in Jonquières sind über die gesamte Osterzeit geöffnet.

Es gibt kaum einen schöneren Ort für einen österlichen Spaziergang, um die ersten warmen Sonnenstrahlen und die unglaubliche Farbenpracht einzufangen oder nach den kleinen zuvor versteckten Ostertütchen zu suchen.


Pünktlich vor Ostern erstrahlt das Mas so in voller Farbenpracht und feiert die Ankunft des Frühlings mit der unvergleichlichen Eleganz dieser Blume.

Und für alle, die sich bereits jetzt in diesen Anblick verliebt haben: Auch wenn die Felder aufgrund der Fruchtfolge jedes Jahr wandern, um dem Boden Ruhe zu gönnen, werden sie uns erhalten bleiben.

Auch im Jahr 2027 wird das „Wunder von Jonquières“ wieder in unserer direkten Nachbarschaft erblühen – ich halte Sie natürlich auf dem Laufenden, wo genau sich das neue Blütenmeer dann erstrecken wird. >>>>>>Folgt mir einfach auf Instagram oder Facebook, wen Euch das alltägliche Sein vom Mas l'Epicure interessiert.


Von mir ein absoluter Faforit 🩷.

Genießen Sie die Frische der „quietschenden“ Tulpen und nehmen Sie sich ein Stück provenzalisches Osterglück mit ins Mas l’Epicure oder direkt noch einen Straus für Ihr zu Hause mit.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen den Frühling zu feiern!



  • Ort: Jonquières (Vaucluse, Provence)

  • Entfernung: 11 km von Vacqueyras

  • Öffnungszeiten: Ab 10:00 Uhr (auch über Ostern geöffnet)

  • Menge: ca. 11 Millionen Tulpen / 250 Sorten

  • Blütezeit: Ende März – Anfang April

  • Besonderheit: Tulpen können ohne Messer einfach abgezogen werden.

  • Panorama: Einzigartiger Blick auf den Mont Ventoux.

  • Tipp: Parkplätze vorhanden (Einweisung vor Ort), Windschutz (Mistral) einplanen.


Zur Ernte der Tulpenzwiebeln:

„Mehr dazu hier:“ (ein öffentliches Video aus dem Netz-)



Nun wünsche ich Ihnen allen ein schönes Osterfest, ob bei mir mit Lammbraten oder in Ihrem zu Hause.



Ihre


Christina aus der Provence





 
 
 

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